Zum Ende des Schuljahres stand ein Ausflug zur Reitsportanlage in Simmelsdorf auf dem Programm. Mit der Schnaittachtalbahn fuhren wir bis Simmelsdorf und pilgerten zur Reitsportanlage. Nach einer kurzen Begrüßung und der Einteilung in verschiedene Gruppen konnte endlich die Neugier der Kinder gestillt werden. Beim ersten Arbeitskreis gab es Wissenswertes zum Pferd. Was frisst das Pferd, wie wird das Zaumzeug angelegt, welche Sättel gibt es, wie werden die Hufe gepflegt und was sonst noch zur Pflege eines Pferdes gehört. In der Praxis wurden dann einige Pferde gekämmt, gestriegelt und wegen der großen Hitze abgespritzt. Im nächsten Arbeitskreis stand dann das Reiten auf dem Programm. Manche saßen wie Profis auf dem Pferd, einige mussten erst ihre Ängste überwinden und andere begnügten sich mit dem Spazierenführen eines Pferdes. Glaubt man den Kindern, so hat es allen einen riesigen Spaß gemacht. Zum Schluss gab es noch den "Gummistiefel-Weitwurf". Am Rande einer schattigen Pferdekoppel wurde die Technik des Werfens erarbeitet und der Wurf trainiert. Ganz schön gefährlich wurde es manchmal, da ab und zu auch mal auch ein Wurf nach hinten los ging. Nach und nach trafen ab 17.00 Uhr die Eltern auf der Reitanlage ein und bei gegrillten Bratwürsten und Krustenbraten, Getränken und Eis ging ein anstrengender, aber sehr schöner Nachmittag zu Ende.

„0077“ – die Lizenz zur Sportausbildung
Landessportverband zertifiziert die Kindersportschule (KiSS) des TV 1877 Lauf

Der TV 1877 Lauf ist einer von 33 Vereinen in ganz Bayern, die eine Kindersportschule betreiben. Anlässlich der Informationsreihe „BLSVdirekt“ für die Sportkreise Nürnberg und Nürnberger Land in der Sporthalle des TV 77 bekam der 1. Vorsitzende Klaus Kreutzer vom BLSV-Präsidenten Günther Lommer die Zertifizierungsurkunde als KiSS-Verein überreicht.
Bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Konzeptionen für Sport und Gesundheit hat der BLSV neben altersgerechten Angeboten die erzieherisch-sportliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für sich entdeckt. Und diese beginnt bereits im Kindergartenalter. Deshalb werden Kindersportschulen als neues Vereinsangebot propagiert und entsprechend gefördert. Ziel der Ausbildung für die  Zwei- bis 12-jährigen ist eine sportartübergreifende Grundlagenschulung. Die Idee die dahinter steckt heißt: „Früh beginnen – spät spezialisieren!“ Damit will der Verband dem entgegenwirken, dass Kinder und Jugendliche, die möglicherweise keine Lust mehr auf eine früh begonnene Sportart haben – wie bisher häufig der Fall – dem Sport völlig den Rücken kehren. Vielmehr soll die Eignung der Kinder ausgelotet und eine allumfassende sportliche Betätigungsmöglichkeit angeboten werden, um auch eine lebensbegleitende gesundheitliche Entwicklung zu fördern.  
Das Ausbildungskonzept der Kindersportschule im TV Lauf sieht vor, aus den Kernsportarten Turnen, Leichtathletik, Spiele und Schwimmen  die Grundlagen und Elemente zu vermitteln, die den Kindern ermöglichen, später „Ihre“ Sportart zu finden. Damit dies gewährleistet werden kann, hat der BLSV zur Errichtung von Kindersportschulen ein Anforderungsprofil erstellt und die Leitung der Schule hauptamtlichen Sportlehrern übertragen. Dazu gibt es eine Anschubfinanzierung von 5000 EURO, die den Vereinen bei der Errichtung helfen soll.
Mit Gerhard Brinke hat der TV Lauf einen sehr erfahrenen sportlichen Leiter, der über 30 Jahre im Bayerischen Turnverband als Referent für Breitensport und Bildungsreferent tätig war. Er selbst ist ein echter 77er der schon als Kind und Jugendlicher für den TV im Wettkampfturnen erfolgreich war und viele Ämter im Verein begleitete.



Die Übergabe der offiziellen Urkunde durch BLSV-Präsident Günther Lommer (links) und BLSV-Vizepräsident für Schule und Verein Otto Marchner (rechts), an den 1. Vorsitzenden des TV 1877 Lauf Klaus Kreutzer (2. V. rechts) und Gerhard Brinke, dem Leiter der Kindersportschule